20 minuten print: Schweizer wollen sich für Ernstfälle vorbereiten. Überlebenskurse sind deshalb stark gefragt.

24.04.2018

ZÜRICH. Schweizer wollen sich für Ernstfälle vorbereiten. Überlebenskurse sind deshalb stark gefragt.

Zum Überleben braucht der Mensch nicht viel. Wie das geht, lehren Survival-Experten. … Einige suchten nach ihren Wurzeln, andere hingegen wollten sich auf unvorhersehbare Zwischenfälle vorbereiten. Dias schätzt die Steigerung auf rund 15 Prozent zum Vorjahr. Markus Lusser, Gründer der «How to Survive Outdoor School», ist aufgefallen, dass in den letzten zwei Jahren zahlreiche neue Survival-Schulen gegründet worden sind. Die Kunden seien unterschiedlich: «In einem Krisen-Survivalkurs finden sich in der Regel andere Personen wieder als an einem Outdoor Security Kurs oder an einer Pilzwanderung.»
Solche Krisen-Kurse sind besonders gefragt. Dabei geht es nicht ums Überleben in der Natur. Auch Survival-Experte Dias sagt: «Wir haben seit einigen Jahren einen starken Anstieg von ‹Urban Survival›-Anfragen erhalten. Das ist das Überleben in zivilisiertem Gebiet nach einer Katastrophe.» Den grössten Anteil mache dabei das Überleben während eines Terroranschlags aus. Doch auch auf Naturkatastrophen, körperliche Angriffe oder Bürgerkriege in Urlaubsgebieten wollten sich die Menschen vorbereiten. Dias und sein Team bieten deshalb ab Herbst Kurse an, wie man sich bei Terroranschlägen verhalten soll, aus einem brennenden Haus flüchtet oder gefährliche Konflikte löst. vro
Box dazu:
Was lernt man im Survivalkurs?
ZÜRICH. In den Grundkursen lernen die Teilnehmer, ohne Feuerzeug ein Feuer zu entfachen, welche Pflanzen essbar sind, wie man Wasser richtig aufbereitet, ohne Kompass navigiert oder eine Unterkunft baut. Markus Lusser, Gründer der «How to Survive Outdoor School», bringt seinen Teilnehmern zudem das Ausnehmen und die Zubereitung von Tieren  bei. Je nachdem ist im Kurs auch Bogenschiessen, Messerkunde, Erste Hilfe oder Löffel schnitzen inbegriffen. Doch laut Survival-Experte Tim Dias machen all diese Techniken nur einen kleinen Teil der Voraussetzungen aus. Überlebens-Trainer Tim Dias: «95 Prozent des Überlebens finden im Kopf statt.» vro

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