Grundlagen der Wasseraufbereitung_Gefahren im Wasser

 

Grundlegende Informationen zum Wasser:

Unser Planet besteht zu 70% aus Wasser.
Davon sind lediglich 3% Süsswasser. 2% dieser 3% sind zudem dauerhaft gefroren.
Daraus resultiert, dass lediglich 1% grundsätzlich trinkbar wäre. Leider ist dem nicht so, denn das meiste Oberflächenwasser ist ungeniessbar. Dabei kann selbst klarstes Wasser gefährlich sein!

Wir merken also, dass Wasser ein unglaublich kostbares Gut ist. Zwar sind wir hier in der Schweiz oder generell im Herzen Europas gerade zu mit Wasser gesegnet. Doch ist auch Wasser eine endliche Ressource und wir sind angehalten, sparsam damit umzugehen.

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Grundwissen zur Wasseraufbereitung:
Im Wasser kann es vielerlei Verschmutzungen und Krankheitserreger haben. Es ist daher enorm wichtig, über diese und deren Wirkungen aber auch über die Möglichkeiten, welche uns zur Bekämpfung zur Verfügung stehen, Bescheid zu wissen. Nun möchte ich euch eine kleine Übersicht geben, was in unseren Gewässern so alles an Schadstoffen und Mikroorganismen zu finden ist. Eines aber vorweg. Es ist enorm wichtig, Respekt vor dem Aufbereiten von Wasser zu haben, allerdings ist Angst nicht angebracht. Wer sich an die Grundsätze der Wasseraufbereitung hält und nicht das Gefühl hat, sein Magen könne alles vertragen, der hat nichts zu fürchten.

Schwebstoffe:          

bezeichnet Verschmutzung durch Staub oder Schlamm, feinste Sedimentbildner.
Risiken: Führen zu Magenproblemen – Verstopfen den Filter.
Es gilt: Immer vorfiltern!

Schwermetalle:

Kupfer und Zink, Blei sowie Cadmium
Risiken: Bereits geringste Mengen sind äusserst Gesundheits schädigend.
Es gilt: Ist kaum herauszufiltern! Nur durch Destillation machbar. Daher wann immer möglich die Hände weg von solchem Wasser! ABER in Survival-Situationen bist du abseits der Zivilisation, daher ist die Gefahr einer solchen Verschmutzung auch sehr gering.

Chemikalien:

Chemikalien und Pestiziden – meist durch Belastung aus Industrie oder Landwirtschaft.
Risiken: Bereits geringste Mengen sind äusserst Gesundheitsschädigend.
Es gilt: 
Grundsätzlich dasselbe wie bei den Schwermetallen. Meiden Sie deshalb Wasser in industriell- oder landwirtschaftlich genutzten Gebieten.

Krankheitserregende Mikroorganismen

Bakterien:              

E-Coli, Salmonellen, Cholera – Einzeller mit einer Grösse von 0,2 – 5 Mikron
Risiken: 
gefährlich, sobald mit menschlichen/tierischen Fäkalien zusammen ins Wasser gelangen – Vermehren sich rasch in warmer Umgebung, je nach Nährstoffangebot
Es gilt: Mit Bakterien muss immer gerechnet werden!

Protozoen:            

Amöbenruhr, Giardia, Lamblien, Kryptosporidien – Tierische Einzeller mit einer Grösse von 1 – 15 Mikron
Risiken: Diese hartschaligen Parasiten formen Zysten, die zu akuten Magen-Darm-Krankheiten beim Menschen führen – Für eine Infektion genügt eine einzige Zelle!
Es gilt: Üblich in ungefiltertem Oberflächenwasser!

Vieren:                   

Hepatitis A, Norwalk-Virus, Rota-Virus, Polo-Virus – Winzige Parasiten von 0,02 – 0,2 Mikron – Können nur in lebenden Zellen vermehren, da keinen eigenen Stoffwechsel tierische Einzeller, die wie Bakterien über tierische und menschliche Fäkalien ins Trinkwasser gelangen.
Risiken:
Viren können zu verheerenden Erkrankungen führen. Einige Beispiele (wie Hepatitis) wurden eingangs genannt.
Es gilt: In der Nähe von Siedlungsgebieten, wo Abwasser ins Trinkwasser gelangt.

 

 

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                 Bakterien                                              Protozonen                                        Viren

 

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